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23.07.17 - Handbike-Trainingstag des RSC heindl OÖ

am 22.07.2017

Handbike-Trainingstag des RSC heindl OÖ 

Am 22. Juli fand in Linz-Pichling der erste Handbike-Trainingstag des RSC heindl OÖ statt. Treffpunkt war der Sportpark Pichling (Parkplätze, Toiletten, Duschen, Restaurant), trainiert wurde im 1,5 km entfernten Südpark, einem Industrieareal mit wenig Verkehr am Wochenende.

Das Teilnehmerfeld war sehr heterogen:

-         Handbiker: Walter Ablinger, Elisabeth Egger, Tracey Ferguson, Gerhard Hochmayr, Stefan Riener;

-         Rennrollstuhlfahrer: Mike Lackner;

-         Tricycle-Fahrer: Christoph Dieminger;

-         Betreuer: Stefan Etzlstorfer, Fritz Egger;

Mit der Kanadierin Tracey durften wir die am weitesten angereiste Teilnehmerin begrüßen, die von ihrem derzeitigen Wohnort in Trier in Deutschland 750 km zurücklegte. 

Das allgemeine Aufwärmen für die Schultern wurde durch Stefan Riener sehr kompetent geleitet.

Auch wenn Handbiken immer mit Radfahren gleichgesetzt wird, gibt es doch einen grundlegenden Unterschied. Das Herzkreislaufsystem kann mit den Armen nicht ausbelastet werden, daher ist die lokale Ausdauer viel entscheidender.
Genau daran konnten wir auf einer Runde von 950 m gut arbeiten. Training der muskulären Koordination durch Sprints über 50 m mit und ohne Schalten und Intervalltraining mit verschiedenen Belastungs- und Erholungszeiten standen auf dem Programm.
Die ohnehin schon hohe Motivation der Teilnehmer wurde durch Vorgabe- und Staffelrennen noch zusätzlich gesteigert.

Die Betreuer Stefan Etzlstorfer und Fritz Egger leisteten vielfältige Hilfestellungen, stoppten Zeiten, Stefan beteiligte sich mit vollem Einsatz beim Staffelrennen. 

In der Pause zwischen den Einheiten nach dem Essen (mit flaumigen Muffins von Ines Etzlstorfer als Nachspeise) gab uns Tracey einen kleinen Einblick in ihre überaus erfolgreiche sportliche Laufbahn: sieben Teilnahmen an Paralympics im Basketball (drei Mal Gold, drei Mal Weltmeisterin, Wahl in die Weltauswahl), einmal bei den Paralympics zusätzlich in der Leichtathletik, Studium Leistungsphysiologie an der Universität von Champaign (Illinois).
Wenn man von ihr hört, dass vor den Paralympics in Peking ua die Körperkerntemperatur der Spielerinnen mit Sendern, die sie verschluckten, gemessen wurden, um den Einsatz von Kühlwesten zu optimieren, dann sieht man für den österreichischen Rollstuhlsport noch sehr viel Entwicklungspotential.
Traceys außergewöhnliche mentale Einstellung zeigt sich auch darin, dass sie für sportliche Weiterentwicklung diese lange Anreise zum Trainingstag auf sich genommen hat. 

Insgesamt wurde dieses Training durch das gute Zusammenwirken aller Beteiligen zu einer sehr gelungenen Veranstaltung. Bei entsprechendem Interesse wird es noch weitere Tage geben. 

Dr. Christoph Etzlstorfer, Organisator und Trainer beim Trainingstag