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15.01.19 - Handbike-Indoortraining

am 12. und 13.01.2019 im Volkshaus Pichling

Text: David Kühas

Drittes Handbike Indoor-Training dieser Saison – abwicklungsweiches Training & interessante Gäste

Das Volkshaus in Pichling war neuerlich Schauplatz eines der mittlerweile schon bewährten Handbike Indoor-Trainings. Der Umstand, dass sich die Einheiten dieses Mal über zwei Tage erstreckten, verlieh dem Ganzen ohne Zweifel eine besondere Würze.

So fand sich am Samstag, den 12. Jänner die überaus beachtliche Zahl von 14 Ausdauersportlern ebendort ein, um unter der professionellen Anleitung von Christoph Etzlstorfer ein gemeinsames Training zu absolvieren.
Wie auch schon in der Vergangenheit bot diese Trainingsform Sportlern mit den unterschiedlichsten Ambitionen und Leistungsniveaus die ideale Gelegenheit Seite an Seite zu kurbeln bzw. in die Pedale zu treten, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu profitieren.

Am Samstag gesellte sich unter anderem Max Kinzlbauer in die Runde und gewährte uns, während er sich selbst ebenso auf das Rad schwang, hochinteressante Einblicke in die (Trainings-)Welt seines Schützlings Christoph Strasser (u. a. fünffacher Sieger des RAAM und Weltrekordhalter im 24 h-Einzelzeitfahren).
Dem gemeinschaftlichen Aufwärmen und einer kürzeren Einheit, die im Bereich der Grundlagenausdauer anzusiedeln war, folgte ein sogenanntes Prognosetraining. Hier galt es für jeden Teilnehmer individuell seinen Maximalwert im Leistungs-oder Geschwindigkeitsbereich möglichst richtig einzuschätzen, unter der Maßgabe, dass hierfür lediglich ein einziger Versuch zur Verfügung stand.
Dies glückte dem einen besser, dem anderen schlechter. Verschiedene Formen des Intervalltrainings bildeten den Abschluss der Vormittagseinheit.

Nach einem Abstecher zur Theorie, der VO2max zum Gegenstand hatte, wurde die Belastung sukzessive gesteigert, vier Sprints mit fünf Minuten Rollen standen am Programm. Den krönenden Abschluss, zumindest im Hinblick auf die Intensität, fand die Einheit schließlich in vier achtminütigen Intervallen, unterbrochen von jeweils 2 Minuten lockeren Rollens.

Doch damit war noch lange nicht Schluss, dem interessanten und fordernden Trainingstag sollte durch den sehr aufschlussreichen, informativen und kurzweiligen Vortrag von Christian Pömer, sportlicher Leiter des Radsportteams Bora hansgrohe eine weitere spannende Facette hinzugefügt werden.
Natürlich ist einem bewusst, dass es außergewöhnlicher Organisation bedarf, um im Profiradsport eine derartige Rolle spielen können, wie viele Räder hierfür allerdings Teilbereichen ineinandergreifen müssen und was es alles zu beachten gilt, um den Teamerfolg bestmöglich zu planen, das alles hinterließ einen sehr bleibenden Eindruck.

Der zweite Teil des Trainingswochenendes nahm im angrenzenden Fitnessstudio Gain4ChangeFitness seinen Lauf. Nach einer kurzen Einführung in die Theorie des Krafttrainings veranschaulichte Christoph an fünf verschiedenen Trainingsgeräten detailgetreu die richtige Durchführung der jeweiligen Übungen.
Fünf angehende Physiotherapeuten, Studenten der FH Oberösterreich, die uns das gesamte Wochenende hindurch begleiteten, standen mit Tipps und Tricks die Ausführung betreffend, beratend zur Seite. Ich denke, dass jeder Teilnehmer für sich persönlich auch aus dieser Einheit einen großen Mehrwert ziehen konnte.
Vormittags kam zudem Sportlandesrat Achleitner zu Besuch, der sich mit den Sportlern austauschte und es sich nicht nehmen ließ das Kurbeln in einem Handbike auszuprobieren.
Zum Ausklang des Trainingscamps wurde lockeres Fahren mit drei kurzen Kraftsteigerungen garniert, auf diese folgten, für mich persönlich neue, diverse Technikdrills, darüber hinaus erörterte Christoph das Thema „Anaerobe Kapazität“.

Alles in allem können wir auf ein wirklich lehrreiches, abwechslungsreiches, spannendes und unterhaltsames Trainingswochenende zurückblicken, das sowohl für Anfänger als auch routinierte Leistungssportler interessante Anreize und Aspekte bot. Ein besonderes Dankeschön gilt an dieser Stelle wie immer unseren Betreuern Doris, Erwin und Stefan, sowie den Physio-Studenten. Nicht zu vergessen ist natürlich, dass nicht zuletzt Christoph ein sehr großer Dank für die detailreiche Planung und reibungslose Durchführung des Trainingswochenendes gebührt.

Foto: LightVision