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17.09.18 - Berlin Marathon

am 15.09.2018

Text: Ernst Bachmaier

BERLIN-Marathon 2018

In Berlin am Start zu stehen, das hat schon was. Wenn der Countdown herunter gezählt wird mit musikalischer Untermalung vom Allen Parsons Projekt und dem Song-Sirius. Gänsehautfeeling pur.
Genossen haben dieses Event Etzlstorfer Christoph, Ablinger Walter und Bachmaier Ernst vom RSC Heindl OÖ.

Unten angeführt die Schilderungen des Rennverlaufs der jeweiligen Athleten.

Ablinger Walter (H3):
Hektischer, rasanter Start. Team Sopur arbeitet gut zusammen und kontrolliert das Geschehen vom Start bis ins Ziel , die erste Hälfte war "eher" gemütlich, dann wurde es hektisch.
Arkadiuz stürzt, reißt Kim mit, ich komme hinter ihm zum Stillstand, schaffe mit Jürgen den Anschluss zur Spitze.
Dann stürze ich in einer schnellen Kurve selber, drei km vorm Ziel wurden wir falsch eingewiesen und irren umher, 500 m vor - zurück - wieder bei der richtigen Einfahrt vorbei - umdrehen - aber jetzt !!!!
Für mich blieb am Ende der neunte Gesamtrang und der Vierte in meiner Klasse - Resümee: ein aktiver aber hektischer Berlin Marathon in 1:08:46.

Bachmaier Ernst (H1):
Der Start verlief problemlos, an meiner Seite der Schweizer Früh, ebenfalls H1 und Bronzemedaillengewinner beim Zeitfahren (Paracycling WM Italien 2018). Die anderen H1er starteten auf der Nordseite des Areals und ich hatte nie Blickkontakt.
Einige Hundertmeter nach der Siegessäule ging ich an Früh vorbei, da mir das flache Gelände sehr liegt und ich schneller fahren konnte. Auf der Suche nach einer passenden Gruppe wurde ich fündig.
Zwei H3er Fahrer und meine Wenigkeit gesellten sich zusammen. In den flachen Passagen konnte ich immer wieder gute Führungsarbeit leisten und bei den wenigen kurzen Anstiegen verbiss ich mich am Auffahrbügel meiner Kontrahenten. Die Taktik fruchtete.
Zweiter Sieg in Folge in BERLIN in meiner Klasse mit neuem Streckenrekord 01:38:11 - unterboten um zwei Minuten.
Doch noch ein versöhnlicher Saisonabschluss 2018.
Bei den UCI Weltcuprennen reichte es heuer leider nicht für Podestplätze. Viermal vierter bzw. Rang fünf und sechs, so die Ergebnisse.
Die Paracycling WM in "Bella Italia" finishte ich als Fünfter beim Roadrace und Sechster beim Timetrail.

Christoph Etzlstorfer (H2):
Für mich war es wieder einmal ein „Selbsterfahrungstrip“, ohne besondere Ambitionen, einfach dieses von Ernst angesprochen Feeling zu genießen und bei angenehmen Wetter und unglaublicher Stimmung durch die Stadt zu fahren. Die Zeit ist dabei eher nebensächlich, es soll halt nicht dunkel werden! ;-)
Noch ein Nachsatz zu Ernst: Bisher hat es insgesamt nur einen Fahrer seiner Klasse, Jürgen Winkler aus Deutschland, gegeben, der einmal schneller war.
Ernst erntet damit die Früchte des langen und kontinuierlichen Aufbaus, und da ist noch mehr drinnen.