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18.02.20 - Viertes Indoortraining

am 15.02.2020 im Volkshaus Pichling bei Linz

Text: Mathias Kufleitner

Handbike Indoor Februar

Am 15.02.2020 war es wieder soweit. Neun motivierte Vereinskollegen/innen fanden sich im Volkshaus Pichling unter der Leitung von Trainer Christoph Etzlstorfer ein. Für mich persönlich, als „Neuling“, war es nun auch schon das vierte Indoor-Training, mit wieder einmal sehr hilfreichen Eindrücken.

Nach dem Aufbau der Bikes wurde das Indoor-Training um 9:30 wieder mit einigen Worten durch Christoph zu verschiedensten Themen, inklusive Überblick über den Trainingsumfang für Vormittag, gestartet.
Dabei wurden auch die diesjährigen Handbike-Trikots vorgestellt und ausgeteilt. Ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön an Joe und Gerhard für die Organisation, welche mit beachtlichem Nervenaufwand verbunden war.

Nach dem kollektiven Aufwärmen mit Schulterkreisen, angeleitet durch Daniel, konnte es nun auch schon mit dem Einstieg in die Bikes weitergehen. Wie immer wurde mit lockerem Einfahren gestartet. Wobei diesmal Walter, im Zuge des Aufwärmens, Anleitungen zu einigen Technikdrills, zum Zwecke der besseren Wahrnehmung für einen „runden Tritt“ vorgab.
Zum Schluss des Aufwärmens wurden Steigerer (Kraft-, Geschwindigkeits-, Trittfrequenz- und Watt-Steigerer) absolviert, indem ein Handbiker mit einem Steigerer begann und dann den Nächsten nominierte.
Nun wurden, wie eingangs von Christoph erklärt, dreimal Intensitätspyramiden gefahren (4‘ GA1, 3‘ Schwellentempo, 2‘ VO2max, 1‘ maximale Belastung, 5‘ Entlastung).
Mit einem ca. 20‘ Ausfahren wurde die Vormittagseinheit abgeschlossen.

Nach der reichlichen Energiezufuhr beim Mittagessen wurde die Nachmittagseinheit wieder mit einem Theorieteil über die Themen VO2max und VLamax durch unseren Trainer begonnen.
Dabei erklärte Christoph die Vorteile der noch nicht verbreiteten Erfassung des VLamax Wertes. Früher konnte nur der Laktatwert gemessen werden, jedoch nicht wie schnell sich dieser aufbaut und wieder abbaut. Mit der Erkenntnis über den VLamax könnte das Training auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Je höher der VLamax desto mehr werden die „schnellzuckenden Muskeln“ beansprucht, je geringer der VLamax desto mehr werden die „langsamzuckenden Muskeln“ beansprucht. D.h. je höher der VLamax ist desto höher ist die Sprintleistung, im Gegenzug je geringer VLamax desto ausdauernder ist die Muskelleistung.

Anschließend wurde wieder in die Bikes transferiert und mit ca. 15‘ Aufwärmen begonnen. Danach wurde mit der Nachmittagseinheit begonnen.
Diese hatte zum Ziel, durch Intervalle mit Geschwindigkeits-Steigerer die Laktatkonzentration in der Muskulatur zu erhöhen, ohne dabei zwischen den Intervallen ausreichend Erholungszeit zum vollständigen Abbau des Laktates zu ermöglichen.
Hierzu wurden 3 x 1‘ max. Geschwindigkeit, 4‘ Erholung anschließend 10 x 1‘ max. Geschwindigkeit, 1‘ Erholung gefahren.
Als Taktgeber diente eine durch Stefan Etzlstorfer selbst programmierte App, welche ein akustisches Signal über ein Bluetooth Box ausgab. Nach diesem, zumindest für mich persönlich, sehr forderndem Intervall-Training wurde die Nachmittagseinheit und somit das vierte Indoor-Training dieser Wintersaison mit lockerem Ausfahren beendet.

Foto: Clemens Bernhard