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20.08.19 - Österreichische Meisterschaft im Zeitfahren

am 18.08.2019 in St. Georgen im Lavanttal (K)

Text: Walter Ablinger

Die Behinderten-Radsport-Staatsmeisterschaft am anderen Ende Österreichs

Im sehr beschaulichen Dorf St. Georgen im Lavanttal, am Fuße der Koralpe, wurde heuer die
Paracycling-Zeitfahrstaatsmeisterschaft ausgetragen.

Der österreichische Behindertensportverband in Kooperation mit dem österreichischen Radsportverband und dem durchführenden Verein, dem HRC Wolfsberg, traten als Veranstalter auf.
Leider, ist der Plan der Verantwortlichen, mit einer jährlicher Rotation zwischen den veranstaltenden Bundesländern, nicht aufgegangen.
So waren auch heuer die Anmeldungen der Behindertensportler/innen sehr überschaubar. Insgesamt waren nur 14 Athleten und drei Athletinnen, davon acht in den Handbikeklassen am Start.

Vom RSC heindl Oberösterreich waren immerhin eine Sportlerin und drei Sportler angetreten.
Elisabeth Egger, die einzige Dame im Handbikefeld, bewältigte die 11,5 km lange, sehr anspruchsvolle, hügelige Strecke, in einer Zeit von 32 Minuten 8 Sekunden. Leider hatte sie dabei mit technischen Problemen zu kämpfen.
Etwas besser erging es den drei Handbikern des RSC in der Klasse MH3. Das Podium war nur mit Athleten aus unserem Verein besetzt.
Ich konnte, in einer Zeit von 16 Minuten 35 Sekunden und einem Schnitt von 40,9 km/h, meinen 14. Staatsmeistertitel einfahren.
An zweiter Position, und somit österreichischer Vizestaatsmeister, wurde Mike Langer aus Mondsee.
Er bewältigte die Strecke in 18:14 und einem Schnitt von 37,8 km/h.
Das Podest vervollständigte Christoph Stadlbauer aus Aigen/Schlägl. Mit seinem etwas älteren "Zweitbike" benötigte Christoph genau 19 Minuten und 30 Sekunden, was einen Schnitt von immerhin 35,4 km/h ergibt.
Die MH3 Klasse war die einzige, von wohlgemerkt dreizehn Klassen (fünf Handbike Klassen, fünf Cycling Klassen, zwei Tricycle Klassen und einer Tandem Klasse - natürlich für Männlein und Weiblein extra) die mit mindestens vier Startern besetzt werden konnten und in der ein Staatsmeister Trikot vergeben wurde.

Das Anliegen der Sportler, dass die beiden Staatsmeisterschaften, Einzelzeitfahren und Straßenrennen, im nächsten Jahr wieder an einem Austragungsort stattfinden, wurde platziert. Wenn möglich aber bitte nicht wieder an einem, zwar wirklich paradiesischen, aber auch sehr idyllischen Ende Österreichs.
Hier wurden bereits Vorgespräche geführt, die kommenden Staatsmeisterschaften im Zuge der oberösterreichischen Para Cycling Tour in Schärding durch zu führen.

Eine Strukturwandel und ein Umdenken bei den Verantwortlichen in den Verbänden ist in der nächsten Jahren unbedingt erforderlich.
Als einzige potentielle Kraft im österreichischen Behindertenradsport sehe ich aktuell nur die Strukturen in unserem Verein.
Hier gilt mein persönlicher Dank ganz besonders unserem Obmann Dr. Christoph Etzlstorfer für seine Bemühungen.