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26.07.18 - Europameisterschaft in Tartu (Estland)

am 19.07.2018

Text: Florian Brungraber

Eine lange Anreise über Wien, Riga und abschließend eine vierstündige Busfahrt nach Tartu in Estland führte mich zur ITU Paratriathlon EM, wo ich für Österreich an den Start gehen durfte.
Das sehr gute Starterfeld in meiner Gruppe, bestehend aus fünf Top Ten Athleten von der Weltrangliste, unterstrichen die Schwierigkeit und zugleich auch die Herausforderung von diesem Rennen.
Für mich war es mein erstes Großevent, jedoch schmälerte das nicht meine persönlichen Erwartungen, mindestens Fünfter zu werden.

Das komplette Event fand inmitten der Stadt bei rund 29°C Außentemperatur statt.
Die Schwimmstrecke wurde auf 850 m adaptiert, da es sich dabei um ein fließendes Gewässer handelt.
Die Radstrecke war an einigen Abschnitten sehr verwinkelt und übersät von Unebenheiten in der Fahrbahn und der „Laufkurs“ war ebenfalls mit einigen Ecken versehen.

Gleich vom Start weg konnte ich beim Schwimmen mit dem späteren Gewinner mithalten und im letzten Viertel im Wasser die Führung übernehmen. Mit der schnellsten Schwimmzeit konnte ich einmal mehr meine Schwimmdominanz unter Beweis stellen.
Der verwinkelte Bikekurs ist mir an diesem Tag leider nicht sonderlich gelegen und so musste ich einige Positionen abgeben.
Im Rennrollstuhl konnte ich wieder ein paar Sekunden gut machen, jedoch fehlten zum Schluss 21 sec auf den viertplatzierten.
Mit einem Rückstand von 2 min 50 sec auf Schipper (NED) passierte ich die Ziellinie als Fünfter, was auch meinem persönlichen Mindestziel entspricht.

Mein Resümee ist, dass in dieser Liga die Luft ganz schnell ganz dünn wird. Jedoch kann ich für meine erste Teilnahem bei einem Großevent ganz zufrieden sein.
Abgesehen von den Erfahrungen die ich durch ein weiteres wichtiges Rennen sammeln konnte, durfte ich ein sehr schönes Land/Stadt kurz kennen lernen, dass ich sonst vermutlich nicht bereist hätte.