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Handball


Internationales Turnier in St. Pölten

Text: Rene Schwarz

Internationales Turnier in St. Pölten 

Am 12. und 13. Dezember 2015 fand in St. Pölten, in der Landessportschule, ein internationales Rollstuhlhandball-Turnier statt.
Als Sportkoordinator und Behindertensportinteressierter wollte ich mir diese "neue" Sportart mal näher ansehen.

Gespielt wird es am Handballfeld mit 2x20 Minuten Spielzeit und je fünf Feldspielern und einem Torwart.
Das Tor hat die gleichen Abmessungen 3x2 m, das Feld ebenso 40x20m.
Bei dem Turnier hatte der Hallensprecher leider keine Informationen zum Regelwerk bzw. über den Sport preisgegeben. Er zählte nur die Tore ;-( und spielte Musik in der Pause.

Bei der Eröffnung sprach der Präsident des IHF und bedankte sich bei den Teams und sprach von einem Sport, der scheinbar für alle da ist – der Sport zwischen Basketball und Rugby, der eine breite Masse aufweisen könnte.
Frauen, Männer, jegliche Behinderungsgruppen (CP, Tetra, Para, Amputierte,...) könnten diesen Sport gemeinsam ausführen.

Und da war dann schon die erste Frage die ich mir stellte – Klassifizierung? Gibt es eine faire Aufstellung am Court?

Ich beobachtete dann das Spiel Holland – Norwegen, dass klar an Holland ging. Dies war aber auch für mich als Handball-Laie sofort ersichtlich.
Bei dem holländischen Team sah man im Prinzip nur Geher am Spielfeld, wobei die Norweger 1-2 CP´ler dabei hatten.
Bei den Portugiesen waren danach 80% Amputierte am Feld und Schweden war ein Mixed-Team in dem man auch Para erkennen konnte.
Nett, wenn man dann nach der Partie sieht, wie die Leute aufstehen und den Rolli zur Seite schieben ;-)

Leider war niemand vom Para-Sport-Austria anwesend, da es doch ein Behindertensport-Event gewesen wäre und ein "Offizieller" bei der Eröffnung dabei sein hätte können.

Alles in Allem ein neuer, derzeit wohl noch nicht ganz ausgereifter Sport.

Unter http://www.eurohandball.com/ehf/wheelchair gibt es ein paar Informationen über dieses Turnier.