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11.05.16 - Spring-Challenge in Steinbrunn (Bgld)

vom 08.04. - 10.04.2016

Text: David Kühhas

RSC-Akteure sammeln bei Spring-Challenge Matchpraxis 

Von 8. bis 10. April 2016 war das Viva-Sportzentrum Steinbrunn Schauplatz der ersten Rollstuhlrugby-Spring –Challenge Österreichs.
Neben zwei durchaus gut besetzten Teams aus Österreich, ritterten das italienische Nationalteam, Team Hungary sowie die Aarhous Burnouts um den Turniersieg.
Christian Jurik, Dominik Perner und David Kühhas, alle RSC-Akteure, verstärkten die Equipe der Four Aces. Dieses Mixteam aus Österreich wurde von Isudin Ramic, Peter Schloffer und Martin Höfer komplettiert. 

In unserer ersten Begegnung stand am frühen Samstagmorgen das Kräftemessen mit den steirischen Eichen auf dem Programm.
Die Mannen aus der grünen Mark gingen doch leicht favorisiert in dieses Aufeinandertreffen, immerhin konnten sie auf die Möglichkeit zurückgreifen, ein 7.0-Punkte-Lineup (3.5-2.0-1.0-0.5) auf das Parkett zu schicken. Im Vergleich dazu zog unsere rein nominell stärkste Linie (2.5-2.0-1.0-1.0) knapp aber doch den Kürzeren.
Von Anpfiff weg entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, der stetig hin und her wog. Wir hielten verbissen dagegen, nicht gewillt den Kontrahenten davon ziehen zu lassen und ihm das Feld kampflos zu überlassen. Mit Fortdauer der Partie erarbeiteten sich die steirischen Eichen ein kleines, aber feines Übergewicht welches sie erfolgreich in einen 4-Tore-Vorsprung ummünzten.
Leider fanden wir in den entscheidenden Momenten nicht den richtigen Schlüssel um den Druck in der Defense entsprechend zu erhöhen und so die nötigen Turnover zu erzwingen. Wenngleich das Match bis zur Schlusssirene relativ ausgeglichen verlief, gelang es den Steirischen Eichen letzten Endes relativ souverän den Sieg in trockene Tücher zu bringen und uns in die Schranken zu weisen.
Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, dass wir uns, angesichts der Tatsache, dass wir in dieser Konstellation noch nie zuvor zusammengespielt hatten, mehr als achtbar aus der Affäre zogen. 

Der zweite Auftritt gegen die Auswahl des Team Padua glich offen gestanden ein wenig einem Déjà-vu.
Wir zeigten gutes, solides Rugby und agierten mit dem Herausforderer auf Augenhöhe. In der Offensive scorten wir trotz kleinerer Abstimmungsschwierigkeiten konstant unsere Tore, was den defensiven Aspekt anbelangt trug unser Bestreben kurz nach der Pause erste Früchte.
In den beiden Spielabschnitten zuvor waren wir stets einem kleinen Rückstand nachgelaufen, zu Beginn des dritten Viertels zeichnete eine taktische Umstellung dafür verantwortlich, dass wir kurzzeitig erstmals die Oberhand gewannen.
Den Italienern glückte es allerdings diesen strategischen Schachzug entsprechend zu kontern, was den Spielverlauf abermals zu ihren Gunsten kippen ließ.
Im letzten Viertel gaben schließlich Kleinigkeiten negativer Natur in unseren Offensivbemühungen den Ausschlag, warum wir das Feld abermals als knapper Verlierer verließen.

In unserem letzten Spiel des Tages setzen wir alles daran dem dänischen Vertreter, den Aarhous Burnouts,  erfolgreich die Stirn zu bieten.
Schon im Vorfeld war klar ersichtlich, dass uns die Dänen vom individuellen und körperlichen Standpunkt her deutlich überlegen sein würden. Dennoch waren wir alles andere als gewillt die Flinte ins Korn zu werfen, wir trachteten danach die Nachteile im körperlichen Bereich durch  teamtaktische Raffinesse zu kompensieren.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase in der es keinem der beiden Teams vergönnt war das Ruder entscheidend an sich zu reißen, zeichnete sich nach und nach immer mehr ab, dass dieser Plan voll und ganz aufgehen würde.
Uns unterliefen weniger Eigenfehler als noch in den Spielen zuvor, die Blocks funktionierten sowohl in offensiver als auch defensiver Hinsicht, ein Rädchen griff immer besser ins andere.
Die Dänen vermochten nicht mehr entscheidend zuzusetzen und konnten auch gegen Ende keine Schippe mehr drauflegen. Wir hatten ihnen mit Geduld und Vertrauen in die eigene Stärke erfolgreich den Zahn gezogen.
Summa summarum fuhren wir einen hochverdienten und am Ende doch auch recht deutlichen Erfolg ein. 

Zum Abschluss des Turniers bekamen wir es mit Team Ungarn zu tun, das verstärkt von dem tschechischen Legionär Peter Oppenauer, zuvor schon durchaus ansprechende Leistungen gezeigt hatte.
Wir waren also gewarnt, erwischten allerdings keinen guten Start und benötigten etwas Anlaufzeit um in die Spur zu finden.
In weiterer Folge kontrollierten wir die Begegnung ohne uns wirklich entscheidend absetzen zu können. Mit einem Vorsprung von +4-Toren wurden die Seiten gewechselt.
Leider folgte zu Beginn des dritten Viertels die sprichwörtlich kalte Dusche und wir fingen uns einige Turnover nacheinander ein. Wenngleich wir auch versuchten alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diesen negativen Trend nochmals umzukehren, erholten wir uns davon nicht mehr. Wir fanden nicht mehr zu unserem Spiel, einige Situationen wurden unsauber zu Ende gespielt.
Alles Faktoren, die den Ungarn natürlich vortrefflich in die Karten spielten. Die Magyaren witterten Morgenluft und ließen sich schließlich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
Leider haben wir eine Begegnung, die wir scheinbar doch recht souverän kontrolliert hatten, aus der Hand gegeben. So kam es, wie es kommen musste – die dritte Niederlage bei vier absolvierten Spielen war Gewissheit! 

 

Alles in allem diente die Spring-Challenge als ideale Gelegenheit für alle drei RSC-Akteure weitere Spielpraxis zu sammeln.
Sämtliche Spiele verliefen eng und spannend, ich denke, wir können auf ein rundum gelungenes Wochenende zurückblicken.

Vielen herzlichen Dank an Kathi und Hanna für die Organisation des Turniers!